Ein Bustan: Arab Jewish Waldorf Kindergarten - Wie alles begann: Ein Rückblick

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Wie alles begann: Ein Rückblick
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Gründungsmitglied Amir Shlomian ist Friedensaktivist, Musiker und absolvierte zusätzlich eine Ausbildung in Waldorfpädagogik im Londoner Waldorf  Teacher Seminar.
Als er auf der Suche nach einem Erziehungsmodell für seinen eigenen Sohn war, in welchem er zum einen seine Werte wiederfinden kann, welches aber auch das Rüstzeug zu einem Leben in einer komplexen, multikulturellen Gesellschaft vermittelt, erkannte er, dass es ein solches Bildungsmodell in unserer Umgebung nicht gibt.
 
Mit der Absicht, einen solchen Kindergarten aufzubauen, hielt Amir deshalb Ausschau nach gleichgesinnten Partnern in den Arabischen und Jüdischen Gemeinden hier in unserem Umfeld. Als Folge verschiedener Treffen mit Samer Zubidat, ein hingebungsvoller Sozialarbeiter und Gemeindesprecher des Arabischen Nachbardorfes Bosmat Tab’un, kam es zur Präsentation dieser Idee.
 
Und gar nicht lange kamen mehrere Familien von Bosmat Tab’un sowie auch jüdische Familien aus Tivon, die sich unbedingt der Idee anschließen wollten. Zwei Waldorfkindergärtner, ein jüdischer und eine arabische, mit denen er Freundschaft schloss, teilten seine Vorstellungen.
 
Die Pädagogen nahmen mit Begeisterung seine Pläne auf im vollen Bewusstsein, was diese Pionierarbeit von ihnen fordern würde. In dem nahegelegen Ort Hilf fand sich ein passendes Haus für den Kindergarten. Schnell verbreitete sich die Nachricht von dem besonderen Kindergarten und 4 Familien aus Hilf traten „Maayan Babustan“ bei. Die arabischen und jüdischen Eltern  treffen sich seit Januar 2005 regelmäßig und gründeten einen „Gemeinnützigen Verein“.
 
Die Kindergartenaktivitäten seit September 2oo5 erstrecken sich über die Vorbereitungen zur Eröffnung, umschließen Diskussionsveranstaltungen, Erstellung des Lehrplans, Darlegung des philosophischen Grundgedankens, Zielsetzungen, Lehrer-Elterntreffen, Hausbesuche, die Herstellung von Spielzeug und Möbel bis hin zur Renovierung von Haus und Hof des Kindergartens.
Die nahegelegene Waldorfschule in Kiryat Tivon und die anthroposophische Gemeinde vom Kibbutz Harduf geben uns dabei große Unterstützung und Kooperation. 
 
Die Eltern stellten die beiden Kindergärtner fest ein, mieteten das Gebäude und renovierten es. Die überwiegende Arbeit wurde ehrenamtlich von den Kindergärtnern, Eltern und freiwilligen Helfern der Gemeinde geleistet. Unermüdlich wurde so durch den Sommer hindurch gebaut, um den Kindergarten seiner Bestimmung gerecht herzurichten. 
 
Die offizielle Eröffnung des Kindergartens war am 1. September 2005.
Das Angebot der Aktivitäten für die Kinder basiert auf traditioneller Kunsthandwerk. Feiertage und Bräuche beider Kulturen werden gefeiert. Die Kinder sind eingebunden in Gärtnern, Musizieren, Spielen, Singen und Geschichtenhören.
 
All diese Tätigkeiten wurzeln in der Waldorfpädagogik, humanistischen und multikulturellen Erziehungsgrundsätzen.. Beide Kindergärtner sprechen Arabisch und Hebrew und wenden diese Sprachen im alltäglichen Umgang, sowie beim Geschichtenerzählen und Singen an. 
Wir danken Irena Wachendorff für die Übersetzungen
  

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Maayan Babustan (Ein Bustan)  13 Narkisim St.  Kiryat Tivon  36073  
 Tel 972-4-9536012  Fax 972-4-9831904  info@ein-bustan.org
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